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Familiengeschichte von Krause

 

Text des Adelsdiploms:

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen, Markgraf in Brandenburg, souverainer und oberster Herzog von Schlesien, wie auch der Grafschaft Glatz, Großherzog vom Niederrhein und von Posen, Herzog zu Sachsen, Engern u. Westphalen, in Geldern, zu Magdeburg, Cleve, Jülich, Berg, Stettin, Pommern, der Cassuben und Wenden, zu Mecklenburg und Crossen, Burggraf zu Nürnberg, Landgraf zu Thüringen, Markgraf der Ober- und Nieder-Lausitz, Prinz von Oranien, Nauenburg und Valendis, Fürst zu Rügen, Paderborn, Halberstadt, Münster, Minden, Camin, Wenden, Schwerin, Ratzeburg, Mörs, Eichsfeld und Erfurt, Graf zu Hohenzollern, gefürsteter Graf zu Pinneberg, Graf zu Ruppin, der Mark, zu Ravensberg, Hohenstein, Tecklenburg, Schwerin, Lingen, Sigmaringen und Veringen, Pyrmont, Herr der Lande Rostock, Stargard, Lauenburg, Rütow, zu Haigerloch und Wertstein
erheben und versetzen hierdurch und in Kraft dieser Urkunde den Geheimen Commerzienrath
Friedrich Wilhelm Krause
hierselbst nebst seinen bereits vorhandenen und künftigen rechtmäßigen ehelichen Leibes-Erben und Nachkommen, beiderlei Geschlechts, um ihm ein dauerndes Denkmal Unserer besonderen Huld und Gnade zu stiften, in den erblichen Adelsstand unserer Monarchie und Lande und verleihen ihm und seinen sämmtlich vorgedachten Nachkommen alle Gerechtsame, Ehren und Vorzüge dieses Standes, insbesondere das Recht
von
sich zu nennen und zu schreiben, sowie das hiernach beschriebene Wappen und Kleinod.

Nämlich einen viereckigen, an den Seiten ausgeschnittenen, an den beiden unteren Ecken abgerundeten und in der Spitze ausgezogenen Schild mit aufsteigender, eingebogener und mit einem aufgerichteten grünen Weinblatte belegter silberner Spitze, begleitet von zwei silbernen sechsstrahligen Sternen im blauen Felde.

Auf der Mitte des obersten Schildesrandes ruht ein vorwärts gekehrter, roth gefütterter, mit goldenen Bügeln, Einfassungen und anhangendem goldenen Kleinod versehener und mit einer adeligen Krone gekrönter stahlblauer offener Turnierhelm.

Aus der Krone gehen fünf Straußfedern hervor, deren erste, dritte und fünfe blau, deren zweite und vierte silbern ist und auf deren mittlerer ein sechsstrahliger silberner Stern ruht.

Wie solches Wappen mit seinen natürlichen Metallen und Farben hier abgebildet ist.

Welches Wappens der
Friedrich Wilhelm von Krause
Auch dessen sämmtliche rechtmäßigen ehelichen Nachkommen überall sich zu bedienen befugt sein sollen.

Wir ordnen u. gebieten, daß fortan mehrgenannter
Friedrich Wilhelm von Krause
Und alle dessen rechtmäßigen ehelichen Leibeserben und Nachkommen, beiderlei Geschlechts, rechtgeborene rittermäßige Edelleute sein und alle u. jederittermäßige adelige Rechte, Rang, Ehren. Titel und Vorzüge, von Jedermann ungehindert, gebrauchen und sich derselben zu erfreuen haben sollen.

Deß zu Urkund haben Wir dieses Diplom höchsteigenhändig unterschrieben und Unser Königliches größeres Insiegel daran hängen lassen.

So geschehen und gegeben in Unserer Residenzstadt Berlin den zwei und zwanzigsten Tag des Monats Februar nach Christi, Unsere Herrn, Geburt im Eintausend Achthundert und Drei und Siebzigsten und Unserer Königlichen Regierung im dreizehnten Jahre.

Adels-Brief für den Geheimen Commerzien-Rath
Friedrich Wilhelm Krause
hierselbst.