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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Samstag, 1. Juni 1996

Schüler und Lehrerin können ein besonderes Verhältnis haben. Mit Vertrauen hat es indes bei jenen beiden wenig zu tun, die Bernard da Costa in seinem Stück «Bumerang» aufeinandertreffen läßt. Das Werk inszeniert Heribert Sasse am Renaissance Theater. Das Zweipersonenstück hat dort am 15. Juni Premiere. Die Berliner Morgenpost sprach mit den beiden Darstellern des Zweipersonenstücks.

Berliner Morgenpost: Was reizt daran, diese beiden Menschen aufeinander prallen zu lassen?

Feuilleton - Sonntag, 2. Juni 1996

Federico Garcia Lorcas universelle Begabungen sind eine Hommage wert. Ein buntes Mosaik aus seinen Werken zeigt das Taller Teatral Berlin im Klecks Theater. Unter der Regie von Amla Bolivar spielen acht Darsteller unterschiedlichste Rollen aus Stücken des vor 60 Jahren ermordeten Künstlers.

Thematisch gegliedert gleiten die Szenen ineinander über. Aus den Stücken «Bernarda Albas Haus», «Dona Rosita bleibt ledig» und «Yerma» wird ein Bild über die Unterdrückung der Frauen. Es schließen sich Bilder über Freude, Homosexualität, Tod und die verletzte Liebe an.

BMlive - Freitag, 7. Juni 1996

Der Seegang der Gefühle bringt so manchen ins Straucheln. In einem kleinen Ort an der Englischen Küste fragt man sich, wer am Tode Colins Schuld ist. Er ist im Meer ertrunken – und auch die Bestattung findet auf See statt. War es Mord, ein Unglücksfall oder nur Unachtsamkeit der Küstenwache?

Das Stück «Die See» von Edward Bond aus dem Jahre 1973 spiegelt die Gegensätze der Menschen wider. Bond betitelt sein Werk, trotz der düsteren Handlung, als Komödie. Zwischen Ebbe und Flut von Wahnsinn und Verdächtigungen spielt sich hier lustvoll so manche Bosheit ab.

Feuilleton - Montag, 10. Juni 1996

Vor der sommerlichen Hitze bot die Grunewaldkirche angenehm kühlenden Schutz. Gleichwohl konnte man sich erwärmen für die beherzte Interpretationen, die das Junge Sinfonieorchester Berlin bei seinem Konzert dort hören ließ. Mit viel Feuer und jugendlichem Charme brachten sie die Werke zum Klingen.

Unter der Leitung von Christian Höppner spielten die Hobby-Musiker munter auf. Begonnen wurde mit Mozarts unsterblichem Oboenkonzert in C-Dur KV 314. Als Oboensolist zeigte der dreißigjährige Sebastian Römisch sein Können.

Feuilleton - Mittwoch, 12. Juni 1996

Man braucht nicht immer nur an den «Sommernachtstraum» zu denken, wenn man von Mendelssohns Bühnenmusiken spricht. Zwar ist es seine berühmteste, jedoch nicht die einzige. Er schrieb auch solche Werke zu «Antigone» und «Oedipus» von Sophokles – und zu «Athalia» von Racine.

Feuilleton - Mittwoch, 12. Juni 1996

Auch im Krieg schweigt die Liebe nicht. In Dunkler Zeit ist sie den Liebenden ein helles Licht. So wurde auch im zweiten Weltkrieg gelitten und geliebt. Auch wenn der Irrsinn der Welt die beiden Innigverbundenen trennt.

Eine Trauung während eines Krieges steht im Mittelpunkt des Stückes »Tränen der Heimat”. Hilde will Kurt heiraten, doch dieser ist an der Front. Per Erlaß war 1943 verfügt worden, daß Hochzeiten auch in Abwesenheit des Bräutigams vollzogen werden können. Und so soll Kurt sein Ja-Wort über ein Funkverbindung geben.

BMlive - Freitag, 14. Juni 1996

Bilder aus der deutschen Geschichte sind oft genug von Blut getränkt gewesen. Die düstere Historiencollage «Germania 3» ist das Vermächtnis des Heiner Müller geworden. Sein letztes Werk kommt jetzt am Berliner Ensemble heraus.

In zwölf Episoden blättert Müller darin in der Historie eines Volkes, das Dichter und Denker, Richter und Henker zum Vorschein brachte. Aus Märchen und Mythen und der bitteren Realität treten die Gestalten in diesem Werk auf.

BMlive - Freitag, 14. Juni 1996

Wann wird er kommen, dieser Godot? Er wird erwartet. Vier recht merkwürdige Gestalten harren seiner Ankunft. Das ist zum einen der clowneske Estragon und der laute Wladimir. Pozzo und der geknechtete Lucky gehören auch dazu. Irgendwo im Nirgendwo an einem Abend auf einer einsamen Chaussee beginnt unter einem lebensschwachen Baum dieser komisch absurde Leerlauf des Wartens.

Feuilleton - Sonntag, 16. Juni 1996

Der göttliche Schöpfungsakt war die Inspiration für Joseph Haydn sein Oratorium «Die Schöpfung» zu schreiben. Vom Ursprung aller Dinge erzählt er in den musikalischen Farben, die seinem Genius eigen sind. So läßt er einen Schöpfungsakt dem anderen folgen: Durch die Kraft seines künstlerischen Geistes schuf er ein Werk über die Erschaffung dieser Welt. Und eine gelungene Interpretation dieses Werkes ist in diesem Sinne der dritte Teil einer Kreation im Geiste der elementaren Genese.

Feuilleton - Sonntag, 16. Juni 1996

Berlin spielte im Leben Gerhart Hauptmanns eine wichtige Rolle. Im Rahmen der vielen Würdigungen, die derzeit reichlich im Gedenken seines 50. Todestages zu erleben sind, wurde das Wirken des Schlesiers mit einem Faible für Hiddensee in der deutschen Hauptstadt nachgezeichnet.

Ruth Piepho, eine der profundesten Kennerinnen des Hauptmann-Oeuvres, gab im Literaturhaus in der Fasanenstraße einen intimen Blick hinter die Kulissen des Schaffens dieses Literaten. Doch es war mehr als nur ein flüchtiger Einblick in die Werkstatt eines Schriftstellers.

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