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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Donnerstag, 2. Mai 1996

Gian Carlo Venuto im Italienischen Kulturinstitut

Die reicher Kultur gehört zur Größe Italiens. Das Italienische Kulturinstitut glänzt mit frisch renovierten Räumen – auch wenn das Haus an der Hildebrandstraße von außen noch einen etwas mitgenommenen Eindruck macht. Innen herrscht reges Treiben: Die Ausstellung «I Giardini dell’ Anima» (Die Gärten der Seele) mit Werken von Gian Carlo Venuto wurde eröffnet.

Feuilleton - Freitag, 3. Mai 1996

Geschmackloser Abend im Checkpoint

Die große Show: Madonna spricht über Oralpraktiken, übergibt sich und erschießt Phil Collins. Wir sind in einer Quizshow - doch was man kaum glauben sollte: Es ist «Dalli Dalli» mit Hans Rosenthal. Der Showmaster wurde aufgetaut und stolpert nun grimassierend durch seine Sendung von einst. Die Geschmacklosigkeiten nehmen ihren Lauf. Das Team «Turnier» spielt gegen das Team «Titten». Die Kandidaten bestreiten ihre Antworten mit einem Wortschatz, der nur selten das Niveau von schlüpfrigen Sprüchen aus öffentlichen Bedürfnisanstalten überschreitet.

BMlive - Freitag, 3. Mai 1996

Gleich vier meisterliche Inszenierungen kommen in die «Werkstatt»: Eine Werkschau erfolgreicher Stücke zeigt das Lichtenberger carrousel-Theater in seiner Spielstätte in der Charlottenburger Schiller Werkstatt. Ab dem 3. Mai will man an der Bismarckstraße all jene jungen und alten Zuschauer gewinnen, die den Weg bis zur Parkaue scheuten.

Feuilleton - Montag, 6. Mai 1996

Eine Frau singt in der Wanne. Sie zieht sich an und meint, daß sie einst eine Göttin gewesen. Bruchstücke der Erinnerung ihres früheren Lebens scheinen auf, versinken dann wieder im langen Schweigen dieser Frau. Plötzlich sprudelt es aus ihr heraus, sie lacht und tanzt.

Feuilleton - Donnerstag, 9. Mai 1996

Zur 1000. Vorstellung im Haus der Freien Volksbühne
Von Erasmus von Krause

Die Sterne sind zum greifen nahe: Achtmal in der Woche startet Captain Sturm himmelwärts. Am letzten Dienstag trat er seine 1000. Mission an. Mit der Power des Rock and Roll und ein paar flotten Sprüchen von Willy Shakespeare erobert er das Herz der Miranda im Sturm – Nomen est omen!

Er stürmt voran, wo Engel furchtsam weichen. Vom Weibchen zum Vamp wandelt sich Miranda. So wird aus dem schüchternen Töchterchen des Prospero die platinblonde Marilyn M. die zur E-Gitarre greift.

BMlive - Freitag, 10. Mai 1996

Hoch im Norden wohnt ein stolzer Eskimo. Sein ganzer Stolz ist seine Tochter. Er hat seinem kleinen Mädchen den Namen «Kiesel, der in der Meeresbrandung rollt» gegeben. Als nun Kiesel sich verliebt, ist ihr Vater davon nicht erfreut. Wozu braucht er die Hilfe eines Schwiegersohnes, wo er doch selbst noch stark genug ist?

BMlive - Freitag, 10. Mai 1996

Theater im Theater

Das Stück ist »Der nackte Wahnsinn»: Ein Makler flüchtet sich mit seiner Liebsten ins Haus, das er verkaufen soll. Doch statt trauter Heimlichkeit herrscht dort reger Betrieb. Das Chaos auf der Bühne ist Perfekt – doch auch hinter den Kulissen geht es hoch her.

Die aufgedrehte Komödie um die Aufführung eines Theaterstückes durch ein verrücktes Ensemble hat sich Michael Frayn ausgedacht, Oswald Lipfert inszeniert es am Renaissance Theater. In den Hauptrollen sind Ursula Karusseit und Boris Aljinovic.

Feuilleton - Freitag, 10. Mai 1996

Nein, es war kein Fehler, daß gleich nach der Fledermaus-Ouvertüre das Weberlied aus dem Zigeunerbaron gespielt wurde. Höchst absichtsvoll mischten sich die beliebtesten Melodien aus Operetten des Johann Strauss an diesem Abend. Die Operetten-Gala in der Philharmonie präsentierte die Große Oper Polen mit Chor und Solisten.

BMlive - Freitag, 10. Mai 1996

Woyzeck liebt Marie. Er ist ihr mit der ganzen Kraft seines einfachen Herzens verfallen. Doch er ermordet sie, als er erfährt, daß sie ihn mit einem Tambourmajor betrügt.

Dieses Drama des Barbiers und Soldaten Woyzeck hat Georg Büchner nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1821 geformt und damit nicht nur eine vordergründige Liebestragödie, sondern ein sozialkritisches Werk geschrieben.

Eine Inszenierung des Stückes steht nun in der Freien Bühne Witzleben an. Dort spielt das Ensemble unter der Regie von Heiner Neumann Büchners bedeutendes Drama.

Feuilleton - Sonntag, 12. Mai 1996

Ionecos »Kahle Sängerin hatte Premiere im Acud

Konversation ist alles. Nur formschön und sinnfrei muß sie sein. So geschieht es im Hause Smith, wo mit Hilfe des befremdlichen Ehepaares Martin, des dominanten Dienstmädchens und des feurigen Feuerwehrhauptmannes jeder vernunftverdächtige Inhalt munter flötengeht.

Eugène Ionescos Anti-Stück «Die kahle Sängerin» feierte eine vergnügliche Premiere im Acud. Dort hatte die Theatergruppe Inboccallupo dieses Meisterwerk des absurden Theaters recht erfrischend auf die Bühne gebracht. Hinrich Horstkotte hat mit leichter Hand inszeniert.

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