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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Dienstag, 2. April 1996

Kurt Lutz spielt das »Kontrbaß»-Solo

Er besitzt einen Kontrabaß, aber eigentlich ist er vom Kontrabaß besessen. Die neurotische Haßliebe zwischen Instrument und Musiker hat wohl keiner schöner beschrieben als Patrik Süskind in seinem Einpersonenstück «Der Kontrabaß». Diese theatralische Köstlichkeit spielt jetzt Kurt Lutz in seinem Meistersaal. Dieser Kontrabassist, der sich und sein Instrument für den musikalischen Nabel aller Dinge hält, führt seine derangierte Seele spazieren, und er behilft sich dabei mit so mancher Flasche Bier, um das Straucheln erträglich zu machen.

Feuilleton - Donnerstag, 4. April 1996

Der lebensfrohe Todessehnsüchtige, der sinnenfrohe Asket, der traurige Schwelger – all das konnte Hermann Hesse sein. So offenbarte er sich in der Lesung der Reihe «Wandlungen», die noch bis zum 8. April im Französischen Dom läuft.

«Wandlungen» beschäftigt sich mit spirituellen Fragen und will jetzt in der Passions- und Osterzeit durch ein großes Angebot an literarischen und religiösen Veranstaltungen die Besucher zur Auseinandersetzung mit Hesse und seinen religiösen Erkenntnissen einladen.

BMlive - Freitag, 5. April 1996

Die Stadt ist ein Dschungel, die Großstadt ist ein Moloch, und wer sich in ihr zurechtfinden will, der muß sich auskennen «Im Dickicht der Städte» – so lautet der Titel eines Stückes von Bert Brecht, das jetzt in einer Inszenierung des Theaters an der Ruhr nach Berlin kommt. Regisseur Roberto Ciulli hat das Werk mit seinem Ensemble bereits in vielen deutschen und auch schwedischen Städten gezeigt. Nun kommt der Schritt in die größte deutsche Stadt, in die es thematisch wohl recht gut paßt.

BMlive - Freitag, 5. April 1996

Als junger Mann hat Solness eine Frau mit kleinem Vermögen und einem Haus geheiratet. Er wünschte sich heimlich, daß dieses Haus abbrennen und damit Platz machen würde für eine neue Aufteilung des Grundstücks. Als sein Traum unverhofft in erfüllung geht, hat das ungeahnte Konsequenzen und er empfindet Schuld. Am Maxim Gorki Theater hat Arie Zinger das Ibsen Stück vom «Baumeister Solness», den Klaus Manchen spielt, inszeniert. BM-live sprach mit Klaus Manchen.
Berliner Morgenpost: Was fasziniert Sie an diesem Solness?

Feuilleton - Sonntag, 7. April 1996

Mystische Schatten in einer archaischen Sagenwelt zeigt der Bilderzyklus den Bettina Brüggemann zum Ring des Nibelungen gemalt hat. Geheimnisvolles Licht liegt über der einen Szenerie, düstere Stimmung beherrscht die andere. Dort dräuen die Nornen, hier hebt Siegfried heldisch sein Schwert. Oft Ton in Ton hat Bettina Brüggemann ihre dramatischen bis lyrischen, gespenstischen bis liebevollen Szenen gemalt.

Feuilleton - Mittwoch, 10. April 1996

Die österliche Botschaft von der Überwindung des Todes durch Christi Auferstehung klang von der mächtigen Orgel der Epiphanienkirche in Charlottenburg. Am Ostersonntag stand das Orgelkonzert mit Gottfried Matthaei ganz im Zeichen des alten Kirchen Liedes «Christ lag in Todesbanden», das in vier recht unterschiedlichen Bearbeitungen vorgestellt wurde.

BMlive - Freitag, 12. April 1996

Interview mit Anna Riedl

Lizzie ist eine Schönheit - aber auch eine Dirne! Jedoch eine «respektvolle Dirne», wie Sartre sie in seinem Stück nennt, das morgen im Schloßpark-Theater Premiere haben wird. In der Titelrolle ist die attraktive jungen Schauspielerin Anna Riedl zu sehen. Die Berliner Morgenpost sprach mit der 25jährige Münchnerin.

Berliner Morgenpost: Wollten Sie schon immer Schauspielerin werden?

BMlive - Freitag, 12. April 1996

Klaustrophobische Enge herrscht in der Gefängniszelle wo zwei junge Männer eingesperrt sind: Valentin ist Revolutionär, Molina ist Knabenverführer. Der Umstürzler und der Homosexuelle sind ein einer Zwangsgemeinschaft, und jeder hängt seinen Träumen nach. Der eine träumt von marxistischen Visionen, der andere von schönen Männern.

Unterschiedlicher können die beiden kaum sein. So setzt die Gefängnisleitung Molina auf Valentin an, um so Informationen zu erhalten und beide gegeneinander auszuspielen. Doch die Beziehung der beiden entwickelt eine ganz eigene Dynamik.

Feuilleton - Freitag, 12. April 1996

Die katalanische Tradition wird international eingeführt

Rosige Zeiten für Bücherfreunde brechen am 23. April an. Dann blühen Büchernarren – und nicht nur diesen – herrliche Zeiten: Eine alte katalanische Tradition will sich hier und weltweit durchsetzen. Am 23. April ist es in Katalonien üblich das Buch zu feiern und sich dazu Rosen zu schenken. Also hat die katalanische Regierung alles daran gesetzt, um diesen Tag mit Hilfe der UNESCO zum internationalen «Tag des Buches» zu machen.

Feuilleton - Montag, 15. April 1996

Der Tag bricht an, die Sonne strahl. Peter kommt aus dem Haus und betritt die Wiese vor des Großvater Heim. Wir kennen diese Geschichte von Peter und dem Wolf, die Sergej Prokofiew so genial im Musik faßte. Die Geschichte erzählt uns ein anderer Genius mit neuen Zwischentönen: Loriot hat seine augenzwinkernde Fassung des mutigen Peter und des bösen Wolfes geschrieben.

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