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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

BMlive - Freitag, 1. März 1996

Berliner Kinomuseum

Auch mit 100 Jahren ist das Kino noch jung. Einen Blick in die Zeit des Aufbruchs der bewegten Bilder – also in die Kinderstube der Filmkunst – kann man im Berliner Kinomuseum werfen. Stumm und in Schwarzweiß sind die Stars von gestern auch noch die junggebliebenen Stars von heute.

Feuilleton - Sonntag, 3. März 1996

Eigenwilliger «Hamlet» in der Brotfabrik
Von Erasmus von Krause

Mord, Verrat und Intrige am dänischen Königshof und mittendrin steht der junge Prinz Hamlet. Er muß mit ansehen, wie sein Vater durch dessen Bruder ermordet wird und nun dieser sich den Thron nimmt und auch die Königswitwe heiratet. Wie soll Hamlet sich gegen das wütende Geschick wappnen? Die Inszenierung des Shakespeare-Dramas von Bert Bredemeyer in der Brotfabrik zeigt einen sehr straffen «Hamlet». Reduziert auf sieben Darsteller, die hurtig in fünfzehn verschiedene Rollen schlüpfen, wird uns das Drama in nur neunzig Minuten präsentiert.

Feuilleton - Dienstag, 5. März 1996

Das Flair der italienischen Oper zieht für vier Tage in die Deutschlandhalle. Direkt aus Verona kommt die Inszenierung von Giuseppe Verdis «Nabucco» mit den Solisten, Chor und Orchester und auch den Originalkulissen nach Berlin. Ein Opernspektakel, das auch eine Kostprobe der Veroneser Lebensart sein soll, eine musikalische Einladung in die Arena.

Feuilleton - Mittwoch, 6. März 1996

Wie furios doch ein Kammermusikabend mit Soloklavier sein kann, wenn eine junge Künstlerin mit so viel Feuereifer spielt, wie es jetzt die Deutsch-Koreanerin Caroline Kyong-Hee Doerge im Kammermusiksaal der Philharmonie tat. Frédéric Chopins Ballade f-Moll op. 52 eröffnete das Programm mit den anfangs noch elegisch verträumten Klängen, die aber bald hell aufleuchten. Caroline Doerge weiß, wie man Flammen der Leidenschaft lodern läßt.

Feuilleton - Donnerstag, 7. März 1996

Den Reiz des Exotischen hat die Neue Musik aus Südafrika allein schon wegen ihres Herkunftslandes, und doch klingt sie sehr vertraut. Die südafrikanische Pianistin Jill Richards präsentierte jetzt zum Auftakt der Reihe «Unerhörte Musik» sechs Stücke Neuer Musik ihres Heimatlandes im BKA.

BMlive - Freitag, 8. März 1996

Sohn und Vater

Zerrissen zwischen Staatraison und der Liebe zu einem ausschweifenden Leben ist der junge Harry, Price of Wales. Sein Vater Heinrich IV. sieht es gar nicht gern, daß sein Sproß sich im Gefolge des Lebemannes Falstaff auf hält. Doch ist dieser Falstaff ein Ersatzvater für den Jungen. An Harry verknüpfen sich die Schicksale verschiedener Personen. Sie begegnen einander in der «Geschichte von Heinrich IV.», die Shakespeare in einem großen dramatische Wurf einfing. In der Rolle des Harry ist der junge charmante Schauspieler Michael Maertens am Deutschen Theater zu sehen.

Feuilleton - Sonntag, 10. März 1996

Wenn die Uhr lieber zuschlagen möchte, weil sie nicht mehr schlagen kann, und wegläuft, weil sie nicht mehr geht, dann ist eines klar: Es ist Märchenzeit! Den Unmut der Uhr hat sich das unartige Kind in Ravels Märchenoper «Das Kind und der Zauberspuk» zugezogen. Es hat aus lauter Grimm über die Hausaufgaben die Dinge in seinem Zimmer traktiert. Diesen Attacken hielt selbst die Standuhr nicht stand und nahm wütend Reißaus.

Feuilleton - Dienstag, 12. März 1996

Zwei junge Solistinnen standen im Mittelpunkt es Konzertes des Akademischen Orchesters Berlin, das dieses unter der Leitung von Hans Hilsdorf im Konzerthaus gab. Viele begeisterte Zuhörer lauschten am Sonntagabend den Klängen von Mozarts unsterblicher «Prager»-Sinfonie, mit der der Reigen beliebter Werke der Klassik eröffnet wurde.

Feuilleton - Dienstag, 12. März 1996

Opernmatinee zugunsten der Kinder von Tschernobly
Von Erasmus von Krause

Bald ist es zehn Jahre her, daß der Reaktor in Tschernobyl explodierte. Die Leidtragenden waren und sind Kinder, die an Krebs erkrankten. Ihnen zu helfen ist das Hauptanliegen der Initiative «Charity of Charité». Ganz in diesem Sinne fand in der Komischen Oper ein Benefizkonzert statt. In einer sonntäglichen Matinee wurde an das zahlreich erschienene Publikum appelliert, mit Geldspenden den Kindern zu Helfen, die in der nahegelegenen Charité behandelt werden.

Feuilleton - Freitag, 15. März 1996

Fast ganz leer ist die Bühne und was sie füllt ist lärmende Musik. Ein einsamer Mensch hockt auf einem Stuhl und schreit seine Verzweiflung heraus, derweil Led Zeppelin in die Saiten greift. Was dann folgt ist ein bunter Reigen verschiedener Bilder, die in losem Zusammenhang kurze Episoden erzählen, ohne daß sich daraus eine Geschichte ergibt.

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