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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Sonntag, 16. April 1995

Man hat ihn den fünften Evangelisten genannt: Johann Sebastian Bach hat mit seiner geistlichen Musik der Verkündigung des Wortes Gottes eine neue Dimension gegeben. Am eindringlichsten ist ihm das wohl mit der Matthäus-Passion gelungen. Eine gleichermaßen eindringliche Interpretation des Werkes trug die Sing-Akademie zu Berlin in der Philharmonie vor.

Feuilleton - Dienstag, 18. April 1995

Mit den festlichen Klängen des «Trumpet Voluntary» von John Stanley wurde das Osterkonzert im Berliner Dom eröffnet.

Trompeter Joachim Pliquett und Organist Jörg Strodthoff spielten Werke vom frühen Barock bis zur Gegenwart. Österlicher Lobpreis erklang mit Johann Sebastian Bachs Choralbearbeitung «Jesus bleibet meine Freude». Trompeten- und Orgelton verbanden sich im Spiel dieser beiden Musiker zu einem wunderbaren Klang.

Feuilleton - Sonntag, 23. April 1995

Frankfurter Ensemble zeigt am Halleschen Ufer Brecht

Wie findet man einen guten Menschen? Und wo? Drei Götter suchen und finden diesen einen guten Menschen in der Stadt Sezuan in Person des Freudenmädchens Shen Te, das ihnen für eine Nacht Obdach gewährt. Shen Te wird reich entlohnt und kauft sich einen Tabakladen. Bald sieht sie sich den Bitten und Forderungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt, vor denen sie nur ihr «Vetter» mit seiner Strenge bewahrt. Shen Te selbst ist dieser Vetter, denn in dessen Maske kann sie das unvermeidlich Schlechte tun und entgeht so dem Ruin.

Feuilleton - Montag, 24. April 1995

Krieg herrscht im Lande, das Küssen ist verboten. Unter diesen lieblosen Bedingungen wächst der junge Prinz Leo heran, während sein böser Vater noch vom Sterbebett aus das Töten befiehlt. Als Lisa auftaucht, verliebt sich der Prinz in sie. Auch Butler Marcel, der des Prinzen Freund ist, verguckt sich in das hübsche Mädel. Eine Frau, zwei Männer, drei Möglichkeiten. Die Dreisamkeit wird durch Intrigen gestört, doch am Ende siegt die Liebe und die Ehe zu dritt.

Feuilleton - Dienstag, 25. April 1995

Konzert im Schauspielhaus erinnerte an Henry Purcell

Ein Hochgenuß war das Konzert mit Werken von Henry Purcell im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. Man konnte diesen englischen Barockmeister nicht besser würdigen, als ihm zu Ehren die Pracht seiner eigenen Kompositionen erschallen zu lassen. Purcell ist vor nunmehr 300 Jahren im Alter von nur 36 Jahren gestorben. Daß der Komponist schon zu Lebzeiten den Beinamen «Orpheus Britannicus» erhielt, ließ sich in dem Konzert nachvollziehen, das der Kölner Kammerchor und das Collegium Cartusianum unter Peter Neumanns Leitung gaben.

Feuilleton - Dienstag, 25. April 1995

Nachmittagskonzert mit den Berliner Symphonikern

Sonnenschein über Berlin, Sonnenschein auch im Konzertsaal. Passend zum heiteren Wetter in unserer Stadt boten die Berliner Symphoniker ein heiteres Konzert am Sonntagnachmittag in der Philharmonie. Ein wahres Sonnenbad für die Seele wurde all jenen geboten, die sich vom Sonnen im Tiergarten in den Konzertsaal begaben. Mit einem Klassiker unbeschwerter Heiterkeit eröffnete das Programm: Sergei Prokofjews «Symphonie classique» stimmt mit überschäumendem Frohsinn das Publikum ein.

Feuilleton - Donnerstag, 27. April 1995

Vielseitig war er, der spanische Dichter Federico Garcia Lorca. Bekannt wurde er durch seine Dramen, doch er befaßte sich auch mit Malerei und Musik. Zudem war er mit bedeutenden Künstlern seiner Zeit befreundet. All dies war für den Komponisten Ralf Hoyer Anlaß genug, sich mit Lorca künstlerisch auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Künstlerinitiative «Neue Brücke» präsentierte er zwei seiner Werke zu Lorca in der Berliner Stadtbibliothek.

Feuilleton - Sonntag, 30. April 1995

Es gibt keine Handlung, kein historisches Thema, kein antikes Drama. Von der Oper «To Be Sung» des Komponisten und Regisseurs Pascal Dusapin sowie des Lichtkünstlers James Turrell läßt sich leichter sagen, was sie nicht ist: Sie ist nicht schlecht. Das liegt vor allem an dem faszinierenden Konzept, Licht als einziges gestalterisches Mittel für diese Kammeroper einzusetzen. Das Ensemble Modern spielte im Hebbel-Theater, die Leitung hatte Oliver Dejours.