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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Montag, 5. September 1994

Zwei Männer mit Äxten wollen Elizaveta Bam abholen und verhören - doch alles Bestreben der zwei versinkt im absurden Chaos. Das ist eigentlich schon die ganze Handlung des Stückes «Elizaveta Bam», das jetzt im Ballhaus Naunynstraße zu erleben war. Es folgt ein tolles Treiben, an dem Elizavetas Eltern, die Haushälterin und ein Nachbar teilnehmen. Absurd ist dieses Spiel - und unterhaltend.

Feuilleton - Dienstag, 13. September 1994

Theater Morgenstern zeigt das Märchen von Paul Maar

Pünktlich zu den Berliner Märchentagen bot das Theater Morgenstern eine Premiere an: Es spielte im Theaterforum Kreuzberg das Märchen «Wasser des Lebens» von Paul Maar. Der Autor ist wohl vielen Kindern durch seine Geschichten vom Sams bekannt.

Feuilleton - Samstag, 17. September 1994

Artemis, die Göttin der Jagd, galt auch als Herrin der Natur, die Neues schuf und Schützerin der Jugend war. So ist sie wohl zu Recht die Namenspatronin des Artemis-Quartetts Freiburg. Neu und jung ist dieses Quartett. Gleichwohl haben die 22- bis 26jährigen Musiker, die seit 1988 zusammen spielen, schon einige nationale und internationale Preise gewonnen. Jetzt begeisterten sie auch das Berliner Publikum, das zum Abschlußkonzert der Sommerkonzertreihe von Price Waterhouse geladen waren.

Feuilleton - Samstag, 17. September 1994

Neue Musik lediglich als «interessant» zu bezeichnen, kommt einer herben Kritik nahe, schwingt dabei oft genug ein gelangweilter Ton mit, der das Unverständnis für diese Musik ausdrückt und der hinter diesem Wörtchen «interessant» nur ungenügend versteckt werden kann. Diese Musik als bloße akademische Spielerei entlarven zu wollen, ist dann naheliegend, wenn man auf Musik eingestellt ist, die im klassischen Sinne schön und harmonisch klingt.

Feuilleton - Sonntag, 18. September 1994

Rosa und Klara kämpfen sich zur Front durch und finden nur noch Rosas Verlobten tot vor. Kann eine grausige Geschichte von zwei Frauen im Krieg ein Lustspiel sein? Der Titel des Stückes «Frauen. Krieg. Lustspiel» verspricht es - und hält es, wenn man sich auf schwarzen Humor in einem bizarren Stück einläßt.

Feuilleton - Montag, 19. September 1994

Auf dem Weg von Tokio nach Soest machte der Heinrich-Schütz-Chor aus Tokio Station im Berliner Dom. Das 28köpfige Ensemble aus der japanischen Hauptstadt ist nach neun Jahren wieder auf einer Deutschlandtournee.

Einleitend sang der Chor die fünfstimmige Motette «Das ist mir lieb, daß der Herr mein Stimm und Flehen erhört» von Schütz sowie eine Motette von Christoph Bernhard, «Zur selbigen Zeit wird dein Volk erlöset werden».

Feuilleton - Freitag, 23. September 1994

Nikolaus Sander, SPD-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten des Berliner Abgeordnetenhauses, lud zum «Dahlemer Kulturpolitischen Gespräch» und stellte in der Domäne Dahlem Yakov Kreizberg vor, der seit Beginn der Spielzeit neuer Chefdirigent der Komischen Oper Berlin ist. In dieser Funktion hat Kreizberg bereits Anerkennung geerntet, denn er leitete die Premiere von Goldschmidts Oper «Der gewaltige Hahnrei».

Feuilleton - Montag, 26. September 1994

Der Artur-Brauner-Preis ging, wie in den beiden Vorjahren, wieder an einen Film, der sich mit der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise befaßt. Wie Otto Sander jetzt bei der Verleihung im Astor-Kino in seinem Grußwort sagte, habe man einen solchen Film mit «Auf Wiedersehen Amerika» von Jan Schütte gefunden.

Feuilleton - Montag, 26. September 1994

Die Köpfe rollten im Gefolge der französischen Revolution. Es ist jetzt genau 200 Jahre her, daß André Chénier auf der Guillotine endete. Über diesen Lyriker, der mit knapp 32 Jahren den Schergen Robespierres zum Opfer fiel, hat Umberto Giordano (1862-1948) eine Oper geschrieben.