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Monatsübersicht der Presseartikel

Dies ist eine Monatsübersicht der Artikel.

Feuilleton - Samstag, 2. April 1994

Ein Schauspieler sagt seine Vorstellung ab. Das mag nichts Ungewöhnliches sein. Aber wenn er mit der Ankündigung der Absage seiner Vorstellung einen ganzen Abend bestreitet, dann wird's unterhaltsam. «Ich wundere, daß ich mich noch lebe» lautet der verrückt klingende Titel des Abends, der von der Kunst des Sterbens erzählt. Schauspieler Elmar Gutmann hat nach wenigen Sätzen das Publikum auf seiner Seite.

Feuilleton - Sonntag, 17. April 1994

«Aus dem Alltag einer Malerin» und ihren vielen Bekannten, sämtlich gescheiterte Existenzen, erzählt das Stück von Johannes Breu. In diesem Gebräu aus dadaistischen Szenen, collagenhaften Reihungen von Bewegungsabläufen und pantomimischen Fragmenten entwickeln sich keine glaubwürdigen Charaktere oder Handlungsstrukturen. Dem Ganzen durch Vulgarismen Leben einzuhauchen, wirkt eher hilflos.

Feuilleton - Montag, 18. April 1994

Bunte Ringelnatz-Revue hatte Premiere in der Tribüne

Bizarrer Humor und freundlich garstiger Witz prägen allenthalben die Verse und Erzählungen des Joachim Ringelnatz. Dies wird auch so in einer munteren Revue in der Tribüne vorgetragen, wo Rainer Behrend aus Ringelnatz-Werken eine bunte Mischung zusammengestellt und unter dem Titel «Du mußt die Leute in die Fresse knacken!” inszeniert hat.

Uli Schreiber hat die meisten Gedichte in Musik gesetzt und begleitet zusammen mit Thomas Langlotz und Richard Nickel schwungvoll den Abend.

Feuilleton - Freitag, 22. April 1994

Zwei-Personen-Stück im Carrousel-Theater

Eine Jüdin wird frühmorgens verhaftet, nach Auschwitz deportiert - und erscheint abends pünktlich zum Romméabend. Das ist die höchst eigenwillige Geschichte, die George Tabori in seinem Stück «Mutters Courage» erzählt. Es ist die Geschichte seiner eigenen Mutter, die Tabori da als reichlich makaberes Erinnerungsstück ins Rampenlicht gezerrt hat.

Feuilleton - Sonntag, 24. April 1994

Urängste eines Aids-Kranken bringt Christian Wolz in seiner Oper «COR» (lateinisch: Herz) auf die Bühne. Wolz ist Komponist und Regisseur dieser Uraufführung im Theater am Halleschen Ufer. Ein einziger Akteur, Chris Cluss, setzt Wolz' Klangbilder aus verschiedenen Lauttechniken der menschlichen Stimme um. Diese Vokalisen werden elektronisch verfremdet und mit Diaprojektionen Illustriert.

Feuilleton - Dienstag, 26. April 1994

Jazz an einem frühsommerlichen Abend bot das holländische Multitalent Armando zusammen mit dem Greetje Kauffeld Trio im Hebbel-Theater. Greetje Kauffeld sang Jazz-Arrangements bekannter Schlager und Evergreens der letzten Jahrzehnte. Sie wurde dabei begleitet vom Gitarristen Peter Nieuwert und dem Saxophonisten Jan Menu. Im Zusammenspiel mit Armando schuf dieses Quartett selbst auf der Theaterbühne eine intime Nachtbar-Atmosphäre.

Feuilleton - Mittwoch, 27. April 1994

Die brasilianische Literatur Szene präsentiert sich ausgesprochen vielschichtig. Einen Eindruck davon vermittelt eine Veranstaltungsreihe südamerikanischer Autoren, die ihre Werke von Rostock bis München und von Aachen bis Berlin vorstellen.

An der Spree werden in drei Zyklen Lesungen im Haus der Kulturen der Welt veranstaltet. Von heute bis zum 30. April lesen Romanciers und Erzähler aus ihren Werken.