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Langeweile einer Malerin

Feuilleton - Berliner Morgenpost, Sonntag, 17. April 1994
«Aus dem Alltag einer Malerin» und ihren vielen Bekannten, sämtlich gescheiterte Existenzen, erzählt das Stück von Johannes Breu. In diesem Gebräu aus dadaistischen Szenen, collagenhaften Reihungen von Bewegungsabläufen und pantomimischen Fragmenten entwickeln sich keine glaubwürdigen Charaktere oder Handlungsstrukturen. Dem Ganzen durch Vulgarismen Leben einzuhauchen, wirkt eher hilflos.

Roland Brus hat dieses Stück mit dem Obdachlosen-Theater «Ratten» und professionellen Schauspielern inszeniert. Der an sich gute Ansatz, mit Obdachlosen Theater zu machen und aus deren Leben zu erzählen, wurde hier vertan. Diese knapp zwei Stunden sind in etwa so spannend wie die Beobachtung einer Gruppentherapie bei einem Möchtegern-Psychiater. Erasmus von Krause


Weitere Vorstellungen jeweils um 21 Uhr. Am 20. April im Pfefferberg, Schönhauser Allee 176, am 27. und 28. April in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36/39, Prenzlauer Berg.

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