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In der Bar jeder Vernunft ist bald das weiße Rößl los

Feuilleton - Berliner Morgenpost, Mittwoch, 5. Oktober 1994
Am schönen Wolfgangsee liegt eines der bekanntesten Hotels, das Theaterkarriere gemacht hat: Das Weiße Rößl. Aus dem Lustspiel «Im weißen Rößl am Wolfgangsee”, von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg 1898 geschrieben, wurde ein Singspiel, das 1930 in Berlin Premiere hatte. Nun wird es wieder in Berlin aufgeführt, in der Bar jeder Vernunft.

Es ist in jeder Hinsicht wieder ein besonderes Ereignis im Spiegelzelt an der Schaperstraße. Für dieses aufwendige Projekt (1,2 Million Mark Produktionskosten) erfand man die Weiße-Rößl-Aktie. Wer mag, kann noch Aktien zum Preis von 500 Mark erwerben - allerdings nur unter der Nummer 883 11 67 in der Bar jeder Vernunft und nicht an der Börse. Daß die Aktien mit dieser Produktion steigen, dürfte wohl außer Frage stehen, wenn man die Besetzungsliste liest.

Unter der Regie von Ursli Pfister spielen Gerd Wameling, Otto Sander und Meret Becker, Walter Schmidinger, Max Raabe, Monika Hansen und Andreas Guglielmetti. Auch die Geschwister Pfister haben sich wieder um Ursli geschart. Toni und Lilo Pfister sind auch wieder mit dabei. Fräulein Schneider, bekannt aus dem Pfisterprogramm «A Pure Joy”, spielt die Hauptrolle. Ursli Pfister hatte die Idee, dieses Stück auf die Bühne zu bringen, wobei ihm insbesondere die Zusammenstellung der Besetzung am Herzen lag. Und: «Die Geschichte ist es eben wert, gespielt zu werden.”

Josepha Vogelhuber alias Fräulein Schneider hat als Wirtin mit eigenwilligen Gästen und dem verliebten Kellner Leopold zu tun. Doch vor der herrlichen Alpenkulisse löst sich aller Zank mit Heiterkeit in Wohlgefallen auf. Die musikalische Begleitung liegt in den Händen des Jo Roloff Trio und der Heurigen Geiger. Premiere ist am 9. Oktober. E.v.K.


Bar jeder Vernunft, Schaperstraße 4, Berlin-Wilmersdorf. Mittwochs bis sonntags, jeweils um 20.30 Uhr.

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