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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

Feuilleton - Samstag, 20. August 1994

Filmemacher stellten sich den Fragen des Publikums

Volker Schlöndorff ist seit über 30 Jahren im Filmgeschäft. Nach der Vorführung seines Films «Die Moral der Ruth Halbfass» von 1971 stellte sich der Regisseur im Kino Balàzs im Haus Ungarn den Fragen des Publikums. Mit dabei war auch der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, der viel für die Defa arbeitete und mit Schlöndorff im Herbst einen Film drehen will. Zu diesem neuen Projekt wollten die beiden Filmschaffenden nicht mehr als den Titel und die generelle Ausrichtung verraten. «Die Stille nach dem Schuß» soll dieser Film über den «Abschied von Träumen und Utopien» heißen.

Feuilleton - Sonntag, 21. August 1994

Der «Großinquisitor» auf der Bühne im Schlot

Was wäre, wenn Jesus wiederkäme? «Der Tag als Jesus kam...» heißt das Stück, das Christian Bleyhoeffer nach Dostojewskis Erzählung «Der Großinquisitor» erarbeitet hat. Diese Erzählung, die Bestandteil seines letzten großen Werkes «Die Brüder Karamasow» aus dem Jahre 1880 ist, hat ein Gespräch der Brüder Iwan und Aljoscha zum Inhalt. Iwan erzählt seine Vorstellung von Christi Wiederkehr.

Feuilleton - Samstag, 27. August 1994

Theater des Westens bringt «Cyrano” auf die Bühne

Allen war er um eine Nasenlänge voraus, sowohl beim Fechten als auch beim Reimen. Cyrano de Bergerac bestach durch seinen spitzen Degen, seine spitze Zunge und seine spitze Nase. Von diesem Spitzentyp erzählt Edmond Rostands Schauspiel «Cyrano de Bergerac”, das nun in einer Musicalversion am 11. September seine Premiere im Theater des Westens erleben soll.

Feuilleton - Dienstag, 30. August 1994

Albert Kost stellte Pläne der Komischen Oper vor

Zufrieden konnte Intendant Albert Kost vor die Presse treten und verkünden, daß das Ergebnis der letzten Spielzeit positiv war. Man habe keine rückläufigen Zuschauerzahlen, was manche noch zu Anfang dieses Jahres befürchtet hatten. Und mit einer Auslastung der Vorstellungen von mehr als 75 Prozent könne man sich sehen lassen. Trotzdem sei man, bei einem Etat von 64,2 Millionen Mark, noch nicht im Bereich der schwarzen Zahlen angelangt.

Feuilleton - Montag, 5. September 1994

Zwei Männer mit Äxten wollen Elizaveta Bam abholen und verhören - doch alles Bestreben der zwei versinkt im absurden Chaos. Das ist eigentlich schon die ganze Handlung des Stückes «Elizaveta Bam», das jetzt im Ballhaus Naunynstraße zu erleben war. Es folgt ein tolles Treiben, an dem Elizavetas Eltern, die Haushälterin und ein Nachbar teilnehmen. Absurd ist dieses Spiel - und unterhaltend.

Feuilleton - Dienstag, 13. September 1994

Theater Morgenstern zeigt das Märchen von Paul Maar

Pünktlich zu den Berliner Märchentagen bot das Theater Morgenstern eine Premiere an: Es spielte im Theaterforum Kreuzberg das Märchen «Wasser des Lebens» von Paul Maar. Der Autor ist wohl vielen Kindern durch seine Geschichten vom Sams bekannt.

Feuilleton - Samstag, 17. September 1994

Artemis, die Göttin der Jagd, galt auch als Herrin der Natur, die Neues schuf und Schützerin der Jugend war. So ist sie wohl zu Recht die Namenspatronin des Artemis-Quartetts Freiburg. Neu und jung ist dieses Quartett. Gleichwohl haben die 22- bis 26jährigen Musiker, die seit 1988 zusammen spielen, schon einige nationale und internationale Preise gewonnen. Jetzt begeisterten sie auch das Berliner Publikum, das zum Abschlußkonzert der Sommerkonzertreihe von Price Waterhouse geladen waren.

Feuilleton - Samstag, 17. September 1994

Neue Musik lediglich als «interessant» zu bezeichnen, kommt einer herben Kritik nahe, schwingt dabei oft genug ein gelangweilter Ton mit, der das Unverständnis für diese Musik ausdrückt und der hinter diesem Wörtchen «interessant» nur ungenügend versteckt werden kann. Diese Musik als bloße akademische Spielerei entlarven zu wollen, ist dann naheliegend, wenn man auf Musik eingestellt ist, die im klassischen Sinne schön und harmonisch klingt.

Feuilleton - Sonntag, 18. September 1994

Rosa und Klara kämpfen sich zur Front durch und finden nur noch Rosas Verlobten tot vor. Kann eine grausige Geschichte von zwei Frauen im Krieg ein Lustspiel sein? Der Titel des Stückes «Frauen. Krieg. Lustspiel» verspricht es - und hält es, wenn man sich auf schwarzen Humor in einem bizarren Stück einläßt.

Feuilleton - Montag, 19. September 1994

Auf dem Weg von Tokio nach Soest machte der Heinrich-Schütz-Chor aus Tokio Station im Berliner Dom. Das 28köpfige Ensemble aus der japanischen Hauptstadt ist nach neun Jahren wieder auf einer Deutschlandtournee.

Einleitend sang der Chor die fünfstimmige Motette «Das ist mir lieb, daß der Herr mein Stimm und Flehen erhört» von Schütz sowie eine Motette von Christoph Bernhard, «Zur selbigen Zeit wird dein Volk erlöset werden».

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