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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

Feuilleton - Montag, 23. Dezember 1996

Zehn Jahre sind keine lange Zeitspanne. Für ein kleines Theater allerdings schon. Denn wenn sich eine Bühne in unserer schnellebigen Zeit behaupten kann, verdient das einige Beachtung. So feiert die Bühne Schauplatz ihr zehnjähriges Bestehen.

Am 21. Dezember lud man zur Premiere von «Rameaus Neffe» von Denis Diderot. Im kleinen Ladentheater in der Dieffenbachstraße 15 hatte man für bescheidenen Festtagsglanz gesorgt: Bistrotischchen mit Lichtern dekoriert zauberten ein wenig Atmosphäre in den schmucklosen Raum.

Feuilleton - Freitag, 27. Dezember 1996

Die Bühne im Deutschen Theater ist leer. Dann tritt ein Mann auf: Walter Schmidinger. Von ganz hinten kommt er über die kahle weite Bühne an die Rampe. Dort stehen Tisch und Stuhl für ihn bereit. Was dann folgt steht im krassen Gegensatz zur nüchternen Eröffnung.

BMlive - Freitag, 27. Dezember 1996

Es müßte schon mit dem Teufel zugehen, wenn Castorfs Volksbühne ein Werk konservativ inszeniert. Er schert sich den Teufel um alte Zöpfe. Er wagt die schräge Interpretation - und wenn dabei manch Vertrautes verteufelt fremd aussieht...

«Des Teufels General» hat er für sein Haus auf die Bühne gestellt. Mit den bekannten Geistern, die er rief, und von denen er nicht lassen will: Mit buntem Treiben macht er den Zuschauern die Hölle heiß.

BMlive - Freitag, 27. Dezember 1996

Wir schreiben das Jahr 1900. In der brodelnden Hauptstadt Berlin strandet Seelig Breslauer. Der Mann ist verarmt. Er hat sich bei Aktienspekulationen ruinierter. Nun spekuliert er auf eine neue Zukunft.

Er sieht seine Chance als Schauspieler. So will er beim Theater unterkommen. Sein Ziel ist nicht irgendeine Bühne; nein, das Hoftheater soll es sein. Doch vor den Erfolg haben die Götter die Schauspieldirektorin gestellt.

Potsdam - Freitag, 27. Dezember 1996

Winterzauber in Potsdam: Durch den Park von Sanssouci spazieren weihnachtsfrohe Menschen. An diesem ersten Weihnachtsfeiertag scheinen sie gegen Nachmittag fast alle nur ein Ziel zu haben: Man strömt in hellen Scharen dem Neuen Palais zu.

Den Feiertagsglanz noch in den Augen, strahlende Sonne über der winterlichen Landschaft sorgen da für die rechte Stimmung. Alles freut sich auf ein festliches Konzert. Das soll es im Schloßtheater geben. Dort ist die Brandenburgische Philharmonie Potsdam angetreten, um einen opulenten musikalischen Schmaus zu bereiten.

Feuilleton - Sonntag, 29. Dezember 1996

Von Erasmus von Krause

Chansons sind nicht nur Lieder - es ist eine Lebensart, eine Weltanschauung. Und so will ein Chanson nicht einfach nur gesungen werden, will gelebt werden. Gerade die Chansons von Jacques Brel sind auch knapp zwanzig Jahre nach seinem Tod noch vitale Zeugnisse seines Schaffens.

Feuilleton - Donnerstag, 2. Januar 1997

Jeder Jahreswechsel ist eine große geistige Zäsur und doch nur ein kleiner Schritt im Laufe der Zeit. Die Sekundenzeiger rücken auch in der Silvesternacht wenig aufgeregt voran. Und doch ist es die Zeit, noch einmal einen Augenblick innezuhalten für Rück- und Ausblick.

In festlich musikalischem Rahmen taten dies auch die Berliner Symphoniker. Sie hatten sich ein Silvesterprogramm zusammengestellt, das mit heiteren Klängen auch besinnlich stimmen konnte. Denn viele Werke stammten aus Stücken mit ernstem Hintergrund.

BMlive - Freitag, 3. Januar 1997

Sagenhafte Opernwelt: Das mystische Titanenwerk des «Rings der Niebelungen» beherrscht im Januar die Deutsche Oper. Der Spielplan steht ganz im Zeichen Wagners. Seine Tetralogie ist im Januar komplett zu erleben: Am 10. «Rheingold», am 12. «Die Walküre», am 19. «Siegfried» und am 26. «Götterdämmerung». Begleitet wird der Ring durch eine Lesung von Mittelalterexperte Peter Wapnewski. Am 9.1. ließt er aus seinem Buch «Weißt du, wie das wird». Aus den Briefen von Richard und Cosima Wagner und Friedrich Nietzsche lesen am 11.1. Gisela Stein, Rolf Boysen und Dietrich Fischer-Dieskau.

Feuilleton - Mittwoch, 8. Januar 1997

Der Wahnsinn hat Folgen! Der «Nackte Wahnsinn» im Renaissance Theater ist einer der größten Erfolge des Hauses. Die haarsträubenden Ereignisse um eine Theatergruppe, die versucht ein Stück auf die Beine zu stellen, begeistern das Publikum. Und mittendrin Ralf Wolter, der quicklebendig alle Register seines Können zieht. Am 8. Januar geht das Stück zum 75. Mal über die Bühne. Die Berliner Morgenpost sprach mit Ralf Wolter.

Berliner Morgenpost: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 70.: zum 70. Geburtstag und zum 70. Auftritt im «Nackten Wahnsinn».

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