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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

Feuilleton - Dienstag, 10. Dezember 1996

Zwei Lichter leuchteten zum zweiten Advent. Nicht nur auf dem Adventskranz leuchten die Kerzen, nein, auch im Konzertsaal geht so manches Licht auf. Diese beiden Leuchten heißen Balázs Nemes und Sebastian Herberg. Sie waren die Solisten beim Konzert der Dresdner Kapellsolisten im Schloßtheater Potsdam.

Feuilleton - Freitag, 13. Dezember 1996

Von Erasmus von Krause

Hermia und Lysander lieben einander. Helena liebt Demetrius, dieser jedoch Hermia. Der Reigen der Herzen beginnt: Lysander wird seiner Hermia untreu, und des Demetrius Haß auf die liebestolle Helena wandelt sich plötzlich in wahre Liebe.

Regisseur Peter Lüder hat William Shakespeares «Ein Sommernachtstraum» in eigener Bearbeitung auf die Bühne gebracht. Seine «Die vier Liebenden» entreißt das Zaubermärchen dem Traumschlaf und versetzt es in einen Zustand des Halbschlafes; denn so recht erhellend ist die Inszenierung nicht.

BMlive - Freitag, 13. Dezember 1996

Ganz oben im 23. Stock geht es hoch her. Dort frönt man der hohen Kunst des Sketches. Im New Yorker Hochhausbüro schreiben Gagautoren für eine Show die Witze am Fließband. Das alles ist ein hartes Brot.

Wir sind in den 50er Jahren. Der politische Druck der McCarthy-Zeit ist überall zu spüren. Es gibt also genug Material für kritische Denker. Die intellektuelle Schreibertruppe produziert mit viel Schweiß und Geist das Feuerwerk an Gags. Doch schreiben sie nicht um des Kalauers selbst willen.

BMlive - Freitag, 13. Dezember 1996

Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann. Das sollte eigentlich auch Truffaldino wissen. Doch er tanzt lieber gleich auf zwei Hochzeiten; sprich: er will der Diener zweier Herren sein.

Klar, daß das etliche Komplikationen mit sich bringt. In einem Hotel in Venedig haben sich zwei hohe Herren einquartiert. Doch der eine «Herr» ist Beatrice, die Geliebte Florindos; der andere Herr ist Florindo selbst. Die Liebenden wissen nichts von einander.

BMlive - Freitag, 13. Dezember 1996

Opa Tauberich wird 80. Kein Grund zur Panik - ein Grund für eine Familienfeier. Das aber ist Grund zur Panik! Opa Tauberich entlockt all dies nur ein frostiges Grinsen. Kein Wunder, denn er hat sich vor 30 Jahren einfrieren lassen!

Damals packte ihn das kalte Grausen vor seinen Söhnen Ernst und Louis. Er wollte deren Schauspiel-Stümperei nicht länger ertragen und erst wieder unter die Lebenden zurückkehren, wenn dies die Karrieren der beiden rechtfertigen.

Feuilleton - Montag, 16. Dezember 1996

Er ist ein Zeuge unseres Jahrhunderts. Georg Knepler wird am 21. Dezember 90 Jahre alt. Als Gründungsrektor der Hochschule für Musik Hanns Eisler hat er sich beachtliche Verdienste erarbeitet. Sein an Ereignissen reiches Leben spiegelt das 20. Jahrhunderts wider.

Das zu würdigen fanden sich am gestrigen Sonntag etliche Freunde und Weggefährten in der Hochschule in Mitte ein. Man scharte sich um den rüstigen Jubilar, und würdigte ihn an seiner alten Wirkungsstätte.

Feuilleton - Donnerstag, 19. Dezember 1996

Was ist bloß mit Berlins Off-Theaterszene los? Viel ist da los! Einen kleinen Eindruck davon haben Sira Ullrich und Falk Mechelk gesammelt. Filmisch aufbereitet zeigten sie ihre Erkenntnisse und Impressionen. Der Filmessay «Run off» wurde im Theaterprobenhaus am Koppenplatz vorgestellt.

BMlive - Freitag, 20. Dezember 1996

Das Spiel ist aus. Am Ende. Tote Natur und leerer Himmel sind übrig geblieben. Und auch ein paar Menschen. Sie sind erbarmungslos der Katastrophe ausgesetzt. Hamm und Clov leben irgendwo in diesem Nirgendwo. Ihre verloren gegangene Existenz, die so absurd scheint, versuchen sie in all dem Nihilismus noch selbst zu verstehen...

BMlive - Freitag, 20. Dezember 1996

Torquato Tasso lebt für seine Kunst. Er ist ein Dichter voll hochfliegender Gedanken. Doch die Welt ist nicht so ideal, wie er es sich wünscht. So ist er zerrissen zwischen Wünschen und Wollenm, Sein und Schein.

Der italienische Dichter Torquato Tasso lebte im 16. Jahrhundert. Zwei Jahrhunderte später setzte ihm der deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe ein dichterisches Denkmal mit seinem Drama «Torquato Tasso».

BMlive - Freitag, 20. Dezember 1996

Schrille Zuckerpuppen

Das ist kein Zuckerschlecken: Jedes Vorsprechen ist für eine Schauspielerin ein Spießrutenlauf. Rosy ist auf «Charakter-Cholerikerin» abonniert. Gleichwohl läßt sich das Geld leichter mit Fernsehshows verdienen.

So spricht sie dort einmal vor. Beim Casting für eine der unsäglichen Partnervermittlungen per Fernsehen taucht ausgerechnet sie auf. Eine klassische Fehlbesetzung fällt im allgemeinen TV-Treiben sowieso kaum auf...

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