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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

Feuilleton - Donnerstag, 3. Februar 1994

Wer mit dem Wort Video bislang eher die Pleiten und Pannen anderer assoziierte, der kann spätestens jetzt einen neuen Zugang zu diesem Medium finden. Das Videofest 1994 steht an und zeigt, daß man auf Videobändern auch Kunst vermitteln kann und nicht nur Schadenfreude.

Zeitgleich mit dem großen Bruder Kinofilm geht nun auch das Videofest an den Start. Parallel zur Berlinale startet am 10. Februar die Präsentation nationaler und internationaler Videofilme. Bis zum 20. Februar werden 256 Beiträge aus 24 Ländern gezeigt.

Feuilleton - Donnerstag, 17. Februar 1994

Zehn Jahre ist die Obere Galerie im Haus am Lützowplatz alt. Nun muß sie um ihr Fortbestehen bangen. Die Jahrespressekonferenz stand im Zeichen der allgemeinen Finanzkrise im Kulturbereich. Tiergartens Kulturstadtrat Jörn Jensen konnte als Hausherr nicht viel Positives über die Aussichten dieser Einrichtung sagen.

Feuilleton - Freitag, 18. Februar 1994

Die Südsee ist die Heimat der Perlen. Die «Perlen der Heimat» gibt es jetzt im Kreuzberger Mehringhof-Theater. Arnulf Rating, einst Mitbegründer des Berliner Kabarett-Aushängeschildes «Die drei Tornados» ist in seinem ersten Soloprogramm der Präsentator dieser Perlen.

Allerdings hat Arnulf nicht im Meer gefischt. Die Perlen sind nämlich seine deutschen Mitbürger, die er im ganzen Lande gesucht und abgelichtet hat.

Feuilleton - Freitag, 18. Februar 1994

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. So wurde bereits jetzt das dritte Kinder- und Jugendtheatertreffen 1995 auf einer Pressekonferenz des Kinder- und Jugendtheaterzentrums Frankfurt/Main vorgestellt. Ein Jahr lang wird nun eine dreiköpfige Auswahlkommission in ganz Deutschland interessante und bemerkenswerte Inszenierungen aussuchen. Wie schon in den Jahren 1991 und 1993 sollen dann vom 8. bis 13. April 1995 zehn dieser Stücke zu sehen sein.

Feuilleton - Donnerstag, 3. März 1994

Vor zwei Monaten ist er gestorben, der Autor Werner Schwab. In der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz fand ihm zu Ehren eine Lesung statt. «Abfall, Bergland, Cäsar» heißt das Werk, aus dem Thomas Thieme vorlas. Es enthält 26 Kapitel, deren Ordnungsprinzip das Alphabet ist.

Thieme erinnerte daran, daß Schwab vor zwei Jahren zum besten Dramatiker Deutschlands ernannt wurde. Nach soviel Lob drohe meist ein baldiger Verriß durch die Kritiker, was Schwab nicht mehr erlebte.

Feuilleton - Freitag, 4. März 1994

Bizet-Oper «Carmen» mit Agnes Baltsa und José Carreras

George Bizets große Oper «Carmen» wird im Juni als gigantisches Projekt in der Deutschlandhalle aufgeführt, und zwar mit einem beachtlichen Staraufgebot: José Carreras und Agnes Baltsa sind in den Hauptrollen zu erleben.

Hier wird etwas geboten, was es so nicht auf der Opernbühne zu sehen gibt. Rund 600 Sänger, Tänzer und Musiker wirken an dem Spektakel mit. Die Deutschlandhalle sei gerade groß genug für diese Ausmaße, hieß es von Seiten der Veranstalter.

Feuilleton - Donnerstag, 10. März 1994

Rio de Janeiro ist nicht nur die Kulisse für den Karneval, Rio steht auch für das Leid der Straßenkinder, die in den Favelas ein elendes Leben fristen. Die Geschichte zweier Mädchen wird in dem Stück «Rote Schuhe» von Tiziana Lucattini erzählt. Marcello Diaz hat es im carrousel-Theater inszeniert.

Wir erleben einen Tag der beiden Mädchen Stelluna und Mammalena, die auf der Flucht vor den Todesschwadronen sind. Mammalenas Mutter ist vor kurzem ermordet worden, und das einzige Andenken, das das Kind an sie hat, sind ihre roten Schuhe.

Feuilleton - Montag, 14. März 1994

Matinee zu «Herr Paul» im Deutschen Theater

Wenn sich ein Autor zu seinen Werken äußert, verspricht es interessant zu werden. So auch bei Tankred Dorst, der während einer Matinee im Deutschen Theater einen Einblick in seine Arbeit bot.

Sein Stück «Herr Paul» wurde gerade in Hamburg uraufgeführt und erlebt am 26. März seine Berliner Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters. Mit von der Partie: Kurt Böwe. Für Dorst Anlaß genug, auch über die Entstehung anderer Werke zu sprechen.

Feuilleton - Mittwoch, 16. März 1994

Junge Talente zu entdecken und zu fördern, ist das Ziel der ungarischen Organisation «crescendo». In Zusammenarbeit mit Katharina Wauer, die sich seit vielen Jahren im Haus Ungarn für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Ungarn einsetzt, werden jetzt wieder einige junge Künstler vorgestellt.

Leitgedanke der Programme ist es, daß das ungarische Element nie fehlen darf. So stammt entweder der Interpret oder der Komponist aus Ungarn. Im Idealfall kommt beides zusammen.

Feuilleton - Mittwoch, 16. März 1994

Ein seit Jahren nicht mehr erhältliches Buch plötzlich wieder in Händen zu halten, kann zur faszinierenden Wiederbegegnung werden. Denn vieles hatte man vergessen, anderes hat sich für immer eingeprägt. Doch wie ungewöhnlich muß dieses Gefühl sein, wenn man selbst der Autor dieses Buches ist.

So ging es Ralph Giordano mit seinem Werk «Morris - Geschichte einer Freundschaft», das er vor fast 50 Jahren schrieb und das jetzt wieder in einer Neuauflage des Berliner Verlags Neues Leben vorliegt.

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