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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

BMlive - Freitag, 21. Juni 1996

Die Großstadt unserer Zeit ist ein Nährboden für Krieger. Sie gebiert auch Miko, der sich vierzehn Tage lang in seinem Zimmer eingeschlossen hatte. Am Ende dieser Verpuppungszeit schlüpft allerdings kein friedlicher Schmetterling, sondern ein Samurai. Die archaische Form des Kriegers, Inbegriff der Wehrhaftigkeit. So betritt mit Miko die Bühne dieser Welt.

Auf seinem Weg durch die Straßen der Stadt begegnet ihm Marlon und auch der Polizist Anton. Drei Gleichgesinnte, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch wollen sie nur eins: Zurück zum Ursprung der Dinge.

BMlive - Freitag, 28. Juni 1996

Wie wäre es denn mal mit Ferien? So richtig schön mit der Familie ausspannen? Doch bei Familie Rousseau ist nicht daran zu denken! Jacques hat nur seinen Sport im Kopf. Sehr zum Unwillen seiner Gattin Helene beschäftigt er sich nur mit Tennis, Golf, surfen und radfahren.

Helenes Schwiegermutter Madeleine verbringt viel Zeit in der Kirche und Tochter Emelie ist lieber mit dem jungen Grafen von Perignac zusammen als ihrer Mutter Gesellschaft zu leisten. Helene ist viel allein.

Feuilleton - Mittwoch, 3. Juli 1996

«Lasset alle Hoffnung fahren, die ihr hier eintretet» – für den Abstieg in die Hölle eine wirklich passende Begrüßung, die Dante überlieferte. Für den Abstieg zum «Vox Infernalis»-Konzert braucht’s diese Hoffnungslosigkeit nicht.

Der Abstieg in die Unterwelt beginnt nicht am Styx, sondern in der Kreuzberger Katzbachstraße 19. Über steile Stufen geht’s in die Dunkelheit des unterirdischen Labyrinths. Doch keine Angst: Keine Minotaurus lauert in diesen Irrgängen.

BMlive - Freitag, 5. Juli 1996

Werft eure Perlen nicht vor die Säue! Eine biblische Einsicht. Doch Sabine Schwarzlose fragt sich: Warum eigentlich nicht?! So hat ihr Peter Lund ein buntes Offenbach-Programm zusammengestellt, das jetzt im Schloßpark Theater gezeigt wird.

Bereits vor zwei Jahren fand die bejubelte Premiere im KAMA Theater statt. Als laszive Disseuse begeistertes Sabine Schwarzlose ihr Publikum. Sie schlüpft in die Rolle der Hortense Schneider, jener femme fatale, die die Muse Jacques Offenbachs war.

Feuilleton - Montag, 8. Juli 1996

Schloß Neuhardenberg lud zur Klassiker-Landpartie

Eine Landpartie labt des Städters Seele. Zweifellos erfrischend ist es die Mauern der Großstadt hinter sich zu lassen und die frische des Brandenburger Landes zu genießen. Treffpunkt musikbegeisterter Ausflügler war am letzten Wochenende Schloß Neuhardenberg.

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte hatten mit diesem Schloß wieder einmal eine Spielstätte ausfindig gemacht, die mit ihrem edlen Ambiente die Vorzüge der Musikstücke unterstreicht, die durch hervorragende Interpreten vorstellt werden. In einem Wort: Hier stimmte alles.

Feuilleton - Dienstag, 9. Juli 1996

Ein Entdecker steckt in jedem. Es kommt nur darauf an, ihn zu wecken. Moderne Kunst hat oft genug gezeigt, mit welchen Experimenten sie den Betrachter vom passiven Zuschauer zum aktiven Erkunder machen kann.

Eine solche Installation, die vom Besucher Aktivität erfordert, ist jetzt im Glockenturm der Parochialkirche zu bewundern. Drei junge Künstler haben dort ein Gespinst aus Kupferdraht ausgebreitet. Roswitha von den Driesch, Jens-Uwe Dyffort und Klaus Lebkücher haben das Netz gesponnen.

BMlive - Freitag, 12. Juli 1996

Politische Kritik muß nicht dröge sein. Zumal wenn sie gereimt und satirisch zugespitzt ist, macht das Zuhören besonderen Spaß. Und so ein spitzzüngiger Freigeist wie Heinrich Heine verstand es die Dinge auf den Punkt zu bringen. So tat er es in seinem Versepos «Deutschland. Ein Wintermärchen».

Das Theater unterm Dach macht sich nun seinen eigenen Reim auf die Verse aus dem letzten Jahrhundert. Frisch aufpoliert und für die Bühne eingerichtet ist dort jetzt ein Programm, das aus Heines Werk zusammengestellt wurde, zu erleben.

BMlive - Freitag, 12. Juli 1996

Interview mit Claudia Lahmann

Ein neuer Stern ist am Musicalhimmel aufgegangen. Man braucht ihn allerdings nicht in den Weiten des Alls zu suchen. Claudia Lahmann spielt in Berlins erfolgreichem Musicaldauerbrenner «Shakespeare & Rock’n’Roll» das hübsche Mädchen Miranda vom Planeten D’ Illyria. Claudia Lahmann ist als weibliche Hauptdarstellerin einzige Deutsche im Ensemble. BMlive sprach mit dem 25jährigen Nachwuchsstar.

BMlive: Wenn man Sie spielen sieht, kann man glauben, daß sie bereits auf der Bühne geboren wären.

Potsdam - Sonntag, 14. Juli 1996

Allein der Raum ist bereits ein Schmuckstück. Und die Musik tut ein Übriges, das edle Ambiente zu unterstreichen: Im Palmensaal der Orangerie in den Neuen Gärten erklangen Werke von Brahms und Schumann. Der Sonnabend stand dort ganz im Zeichen der Romantik. Architektur und Musik gingen eine homogene Gemeinschaft ein. Im Rahmen der Sommerkonzerte trat das junge Duo Peter Bruns, Cello, und Olga Tverskaya, Klavier, am historischen Ort auf. Die 28jährige Olga Tverskaya hat sich auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert und spielte ein Erard-Fortepiano aus dem Jahre 1840.

Feuilleton - Montag, 15. Juli 1996

Sechs verwegene Gestalten und ein Pop-Diva - was für eine Mischung! Die New Yorker Jazz Passengers und Deborah Harry gaben sich ganz zwanglos die Ehre und eröffneten den Musiksommer in der Schultheiss-Brauerei. Dort wird bis Ende August jeden Freitag um 20 Uhr ein Jazz-Konzert gegeben.

Eine frische Brise wehte über den Hof, derweil die Jazz Passengers erfrischend munter aufspielten und in ihre sehr spezielle Art des Jazz einstiegen. Ihre Philosophie vom Jazz ist hörbar einfach: Jazz ist, was Spaß macht!

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