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Presseartikel in chronologischer Reihenfolge

Hier sind meine Arbeiten als freier Journalist für die Berliner Morgenpost zwischen 1993 und 1998 chronologisch aufgelistet. Bitte klicken Sie auf den Titel eines Artikels, um den ganzen Text zu lesen.
Viel Spaß bei Stöbern.

Feuilleton - Dienstag, 19. Oktober 1993

Ein Schwerenöter und Schürzenjager von Beruf ist Baron Ochs von Lerchenau in «Der Rosenkavalier» von Richard-Strauß. Kurt Moll verkörpert diesen Part mit großer Bravour. Der Balanceakt zwischen krachlederner Derbheit und subtiler Komik gelingt ihm vorzüglich. Kurt Moll ist die ideale Besetzung.

Feuilleton - Dienstag, 19. Oktober 1993

Die Auswahl an Kunstausstellungen in Berlin ist riesig. Nach Untersuchungen des Statistischen Landesamtes war im letzten Jahr der Bezirk Charlottenburg Spitzenreiter mit 148 Ausstellungen, gefolgt von Mitte, Tiergarten und Kreuzberg. Mit insgesamt 909 Ausstellungen lag das Angebot um 16 Prozent über der Vorjahreszahl. Die Besucherzahlen zeigen mit 3,5 Millionen einen Anstieg um 50 Prozent.

Die meisten Interessenten fanden die Ausstellungen in Kreuzberg. Dort zählte man 1,3 Millionen Besucher, gefolgt von Tiergarten (670 000), Charlottenburg (600 000) und Mitte (300 000).

Feuilleton - Mittwoch, 20. Oktober 1993

Veranstaltungsreihe in der Akademie der Künste zum 9. November

Die Akademie der Künste läßt die 75 Jahre, die seit der Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann vergangen sind, Revue passieren. Die Berliner Festspiele starten zusammen mit der Kunst-Akademie und der Stiftung Topographie des Terrors am 1. November eine Reihe aus Konzerten, Vorträgen, Lesungen und einer Diskussion.

Feuilleton - Donnerstag, 21. Oktober 1993

Den aktuellen Stand der deutschen Filmförderung kritisierte die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola von Braun. Die Förderung sei nicht der Medienpolitik zugeordnet und werde zwischen dem Wirtschafts- und dem Kultursenator hin- und hergeschoben.

Ferner beklagte von Braun, daß sich die Chance der Vereinigung inzwischen in eine Konkurrenz verkehrt hätte, in der sich Adlershof und Babelsberg gegenseitig blockieren würden. Zudem werde im Gießkannenprinzip gefördert, was große und damit wirtschaftlich erfolgreiche Filme verhindere.

Feuilleton - Donnerstag, 21. Oktober 1993

500 Werbefilme, von 1905 bis heute, werden in der «Nacht der Reklamefresser» gezeigt. Am 23. Oktober startet das Programm um 23.30 Uhr im Kino Kosmos. Wenn hier die Werbung unterbrochen wird, folgt kein Spielfilm - drei zweistündige «Werbeblöcke» sind geplant.

Feuilleton - Samstag, 23. Oktober 1993

Einer der großen alten Herren, die im berühmten Romanischen Café ihre Ideen ausbrüteten, ist in der Stadt: Curt Siodmak (92), deutsch-amerikanischer Autor und Filmregisseur. Mit seinem Bruder Robert, der vor 20 Jahren starb, hat er Filmklassiker wie «Menschen am Sonntag», «Der Mann, der seinen Mörder sucht» oder auch «Draculas Sohn» geschaffen.

Feuilleton - Sonntag, 24. Oktober 1993

«Denken verdirbt den Charakter». behauptet Gabriel Laub, der heute seinen 65. Geburtstag feiert. Über den verderblichen Charakter des Denkens kann man streiten, nicht aber darüber, daß zum Denken auch Charakter gehört. Laub ist ein Meister des doppelten Bodens der Sprache, der außer Deutsch auch noch Polnisch, Russisch, Tschechisch und Englisch spricht.

Feuilleton - Sonntag, 24. Oktober 1993

Eine Heimstatt für den osteuropäischen Film: Den Namen des berühmten ungarischen Film-Theoretikers und Drehbuchautoren Béla Balázs trägt das neue Kino im Haus Ungarn in Berlins Mitte.

Ins Leben gerufen wurde das Balázs von vier Filmschaffenden, die sich mit ihrem eigenen Kino einen Traum erfüllen konnten. Sie wollen mit dem Programm ein breites Publikum ansprechen. Gleichwohl sind Programmschwerpunkte geplant, insbesondere soll der osteuropäische Film hier seine Heimstatt finden.

Feuilleton - Donnerstag, 28. Oktober 1993

Schon 80 000 Besucher bei der Japan-Ausstellung

Rund 80 000 Besucher haben bisher die große Japan-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau gesehen, die noch bis zum 12. Dezember gezeigt wird. Im Rahmen der Ausstellung beginnt heute im Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin die Vorlesungsreihe «Japan als Exotikum oder Konkurrent?».

Feuilleton - Freitag, 29. Oktober 1993

Der bevorstehende Tod des Lebemanns Jedermann wird auch in diesem Jahr wieder vom Ensemble um Brigitte Grothum aufgeführt. In der Inszenierung Ende November sind wieder Ezard Haußmann, Brigitte Mira, Wolfgang Gruner, Klaus Dahlen und viele weitere prominente Schauspieler zu sehen.

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